Aktion Rote Hand
Jugendliche und das Thema Kindersoldaten
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Jugendliche in Deutschland fasziniert und erschreckt die unmittelbare Ausübung von Gewalt durch Kindersoldaten. Das hat viel mit ihren Filmen und Spielen zu tun, die sie konsumieren. Doch die Beschäftigung mit der Situation dieser Kinder lässt die Gewaltverherrlichung nicht zu.
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Im Gegenteil, wenn die Kinder und Jugendlichen erfahren, wie sehr die Kindersoldaten leiden, setzen sie sich gern für sie ein. Der Weg wird frei für eine persönliche Auseinandersetzung mit der Gewalt im eigenen Umfeld. .Wenn wir mit Jugendlichen über das Thema Kindersoldaten sprechen, setzen wir weder Filme oder Bilder mit Kampfhandlungen ein, noch tragen wir Beschreibungen über Grausamkeiten an die Jugendlichen heran. Das ist auch nicht nötig. Sie begreifen sehr schnell, dass der Gegensatz kaum größer sein kann, als zwischen den Worten „Kinder“ und „Soldaten“, allein in dem Wissen, was sich Kinder wünschen und was Soldaten tun.
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Ein anderer Aspekt des Themas Kindersoldaten ist ebenso wichtig: Die Kinder, die besonders in den letzten Monaten es 2. Weltkrieges kaum vorbereitet in völlig sinnloser Weise in die Kriegshandlungen einbezogen wurden. Viele tausend Kinder und Jugendliche starben in dieser Zeit..Der Ablauf der Aktion Rote Hand, das Einfärben der Hand mit roter Fingerfarbe, der Abdruck auf ein Papier mit der eigenen Botschaft an die Politik, bietet viel Symbolik und Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt. .Die rote Hand wird unwillkürlich mit der blutigen Hand verbunden. Wenn ehemalige Kindersoldaten mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldaten mehr geben darf, wird diese Assoziation noch verständlicher.
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Die Jugendaktion
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Die „Aktion Rote Hand“ wurde als Jugendaktion von Aktion Weißes Friedensband 2004 entwickelt und gleichzeitig mit dem „Tag der Roten Hand“ eingeführt – vor allem mit Unterstützung von terre des hommes und Kindernothilfe. Inzwischen unterstützen Aktion Weißes Friedensband, amnesty international, Kindernothilfe, Netzwerk Afrika Deutschland, Plan International, terre des hommes, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und World Vision die „Aktion Rote Hand“. Fast alle Organisationen sind Mitglied der Deutschen Koordination Kindersoldaten.
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Zum „Tag der Roten Hand“ 2009 konnten Bundespräsident Horst Köhler mehr als 130.000 rote Hände aus Deutschland übergeben werden. Er empfing stellvertretend für die vielen Jugendlichen, die die Aktion gemacht haben, 30 Jugendliche. Er war sehr beeindruckt und drückte ihnen und den beteiligten Organisationen seinen Dank für ihr Engagement für Kindersoldaten aus.
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Weltweit sind etwa 300.000 rote Hände in 34 Ländern innerhalb eines Jahres gesammelt worden. Rote Hände aus all diesen Ländern wurden am 12. Februar 2009 in New York dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, seiner Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, sowie dem Vorsitzenden des UN-Weltsicherheitsrates, Claude Heller, übergeben. Der UN-Generalsekretär versprach, alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu beenden.